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Fischkrankheiten

Bei richtiger Wasserpflege, artgerechter Ernährung und Einrichtung treten Krankheiten im Aquarium selten auf. Pflegefehler aber schwächen die Fische und führen mit großer Wahrscheinlichkeit zu Erkrankungen. Nur selten sind Krankheiten eingeschleppt und befallen kräftige, gesunde Fische.

Wichtig: Es ist von größter Bedeutung, daß man Erkrankungen der Fische so früh wie möglich bemerkt, denn sofortige Behand- lung kann den betroffenen Fisch retten und die Ausbreitung der Krankheit auf andere Fische des Aquariums verhindern.

Die Fähigkeit, erste Krankheitsanzeichen zu erkennen, hängt davon ab, ob man die Fische regelmäßig beobachtet und sich mit dem normalen Aussehen und Verhalten jeder Art vertraut macht. Nicht alle Veränderungen gehen auf Gesundheitsprobleme zu- rück, denn nicht wenige Arten wechseln z.B. die Farbe während der Laichzeit.

Diagnose

In dieser Tabelle sind Krankheiten aufgeführt, die man aufgrund deutlich zu sehender Merkmale erkennen kann. Sie sind auf Ver- änderungen der Körpergestalt, der Schuppen, der Haut oder Schäden an den Flossen zurückzuführen.
Pünktchenkrankheit
Wird von einem parasitischen Wimpertierchen ausgelöst und ist leicht zu entdecken, denn feine weiße Pünktchen bedecken den Körper.
Bauchwassersucht
Der Bauch ist angeschwollen, und die Schup- pen stehen ab (Schuppensträube). Der hier gezeigte Fisch leidet klar an akuter Bauch- wassersucht.

Glotzaugen
Tuberkolose oder Septikämie sind die häufig- ste Ursache für stark hervortretende Augen.

Pilzbefall
Dieser Fisch zeigt die klassischen Anzeigen eines Pilzbefalls: Einen schmutzigen büsche- ligen, watteähnlichen Belag auf dem Körper und den Flossen.

Kiemen-Hautwürmer
In noch wenig fortgeschrittenen Fällen sind noch keine Schäden an den Kiemen zu erken- nen, doch sind diese bereits von Schleim überzogen.


  Welche Krankheit wie behandeln?

  Krankheit        Symtome         Behandlung
Pünktchenkrankheit
(Ichthyophthirus)
  • weiße, bis 1,5 mm
    große Punkte auf der
    Körperoberfläche
     
  • heftige Atmung
     
  • scheuern an Gegen-
    ständen im Aquarium
     
  • mit malachitgrünoxalat-
    haltigen Medikamenten
    z.B. sera costapur
     
  • Wichtig: Becken in der
    Behandlungszeit gut
    durchlüften und Aktiv-
    kohlefilter entfernen
     
  • Samtkrankheit
    (Oodinium pillularis)
  • kleine, bis 0,3 mm
    große Punkte - oft
    dicht als weißlicher
    bis gelblicher Belag
     
  • heftige Atmung
     
  • scheuern an Gegen-
    ständen im Aquarium
     
  • mit kupferhaltigen
    Medikamenten
    z.B. sera oodinopur



  • Wichtig: Aufgrund des
    Kupfergehaltes nicht in
    Aquarien mit Niederen
    Tieren anwenden
  • Kiemen-Hautwürmer
    (Gyrodactylidea)
  • heftige und häufige
    Schluckbewegungen

  • abstehende Kiemen-
    deckel
     
  • scheuern an Gegen-
    ständen im Aquarium
     
  • mit Medikamenten
    z.B. sera mycopur

  • kurzzeitiges
    Formalinbad


  • Formalinbad: Wird im
    Eimer durchgeführt.
    Auf 10 l Wasser 2 ml
    Formalin (35 %ig).
    Maximal 30 Minuten.
     
  • Bauchwassersucht
     
  • aufgeblähter Leib,
    oft mit abstehenden
    Schuppen
     
  • Glotzaugen
     
  • mit furazolidonhaltigen
    Medikamenten
    z.B. Aquafuran
     
  • Bakterielle Flossenfäule
  • zerfranste, oft
    kürzere Flossen mit
    oder ohne weißen
    Rand

  • abstehende Kiemen-
    deckel
     
  • scheuern an Gegen-
    ständen im Aquarium
     
  • mit Medikamenten
    z.B. sera baktopur
    und baktopur direct
     
  • Lochkrankheit
  • Dunkelfärbung des
    Körpers
     
  • Abmagerung

  • kleine, mit der Zeit
    größer werdende
    Löcher in der Kopf-
    region, oft mit weißer
    Schicht ausgekleidet
     
  • Fütterung mit
    vitaminisiertem Futter


  • Ursache ist oft
    Vitaminmangel und
    einseitige Ernährung.
    Durch Zugabe von
    z.B. sera mineral salt
    kann vorgebeugt
    werden
     

  •   Wie kann man vorbeugen?

    Auch Fische leiden unter Stress, der sie wiederum anfällig für Krankheiten macht.
    Vermeiden sie daher folgende Stressfaktoren:

    • schlechte Wasserqualität
    • überbesetzte Becken
    • einseitige Ernährung
    • Temperaturschwankungen
    • Vergesellschaftung unverträglicher Arten
    • Stress durch Fangen und Transport


    Krankheiten
     
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