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Stachelaale

Stachelaale (Mastacembelidae) gelten als seltene Exoten und leben in tropischen und subtropischen Gewässern. Während man in Süd-und Südostasien, sowie in Afrika etliche Arten der Gattungen Macrognathus und Mastacembelus findet, dringen nur wenige Stachelaale in das sonst sehr artenreiche China vor. Dazu gehört der in Süd- und Südostasien weit verbreitete Mastacembelus armatus, der auch im tropischen Südchina lebt und Sinobdella sinensis, der von Nordvietnam bis zum Jangtse - dem längsten Fluß Chinas - vorkommt.

Obwohl der Populärname der Tiere es vermuten lässt besteht keine verwandtliche Beziehung zu den echten Aalen, sondern ist eher eine Anspielung auf ihr Aussehen. Neben der aalartigen Gestalt, mit einem langgestreckten, manchmal auch bandförmigen Körper, fällt auch die außergewöhnliche Beflossung auf. Bei vielen Stachelaalarten bilden die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse einen durchgehenden Flossensaum, während die Bauchflossen fehlen. Eine Ausnahme hierbei sind die Fische der Gattung Macrognathus, bei denen diese drei Flossen deutlich getrennt sind. Die Fortbewegung erfolgt durch Schlagen der Brustflossen und durch eine schlängelnde Körperbewegung, die ihnen sowohl vorwärts wie auch rückwärts eine große Beweglichkeit verleiht. Ein weiteres typisches Merkmal sind die zahlreichen kleinen Stacheln, auch Hartstrahlen genannt, die sich auf dem Rücken der Stachelaale befinden und beispielsweise zum Zwecke der Abwehr aufgerichtet werden können.

Lebensweise

Die meisten Stachelaale leben räuberisch. Sie ernähren sich von Fischen, Würmern, Kleinkrebsen und Insektenlarven. Für einige Arten scheint aber eine sich bewegende Beute uninteressant zu sein: Diese Tiere lassen kein ausgeprägtes Jagdverhalten erkennen und ernähren sich häufig von Fischeiern oder im Aquarium von Frostfutter, wie z.B. Cyclops. Die aalförmigen Arten graben sich tagsüber oft in den sandigen Boden ein, während sich die bandförmigen Arten ehrer zwischen Wasserpflanzen oder engen Gesteinsspalten aufhalten.

Systematik

Die Stachelaale (Mastacembelidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Kiemenschlitzaalartigen (Symbrachiformes).
 
Reihe: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Kiemenschlitzaalartige (Symbrachiformes)
Familie: Stachelaale (Mastacembelidae)
Gattungen:


Augenfleckstachelaal
(Macrognathus)

z.B. Augenfleckstachelaal (Macrognathus aculeatus)


Stachelaal
(Mastacembelus)

z.B. Stachelaal (Mastacembelus favus)




(Sinobdella)

z.B. (Sinobdella sinensis)


  Konsequenz für die Aquaristik?

Eine Haltung in größeren Aquarien ist durchaus möglich, wobei die Höhe des Beckens eine untergeordnete Rolle spielt. Die Mindestlänge sollte aber über 120 Zentimeter betragen und die Einrichtung große Freiräume für die sehr schwimmfreudigen Tiere bieten. Für Gesellschaftbecken sind Stachelaale nur bedingt geeignet, da sie kleine Fische fressen. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Aquarium sorgfältig abgedeckt ist, da sie leicht aus Öffnungen kriechen können.

Extratipp: Eine Vergesellschaftung mit Schneckenbuntbarschen ist nicht zu empfehlen, da Stachelaale in die Schneckengehäuse eindringen um das Gelege zu plündern. Davon lassen sie sich auch durch heftige Attacken der Schneckenbuntbarsche nicht abhalten.


Stachelaal
 
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