Die Karausche ist Fisch des Jahres 2010

Seit 1984 wird jährlich ein Fisch des Jahres vorgestellt. Der Verband der Sportfischer, der diese Aufgabe 1991 übernommen hat, beschloss - in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz - die Karausche (Carassius carassius) zum „Fisch des Jahres 2010“ zu wählen.

Leider ist diese einheimische Fischart durch die Zerstörung ihrer Lebensräume im Bestand gefährdet. Uferverbauungen, Regulierungsmaßnahmen, aber auch Schadstoffe setzen der Karausche stark zu. Mit der Wahl zum „Fisch des Jahres“ soll daher auch regelmäßig auf die Notwendigkeit des Gewässerschutzes hingewiesen werden.

Broschüre zum Fisch des Jahres 2010
(Foto: VDSF / Verlags- und Vertriebs GmbH)

In einer 32 seitigen Broschüre beschreibt ein Autorenteam unter anderem Biologie, Ökologie, Bedeutung, Gefährdung und Gefährdungsursachen sowie Schutz und Erhaltung der Karausche. An der gemeinsamen Aktion waren der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) beteiligt.

 

„Die Karausche ist ein wenig bekannter aber dennoch interessanter Fisch. Sie ist äußerst genügsam und robust. Bevorzugt lebt sie in kleinen, pflanzenreichen und stehenden Gewässern, kann aber auch in Flüssen mit geringer Strömungsgeschwindigkeit und im Brackwasser vorkommen. Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit ist sie selbst in kleinsten, sauerstoffarmen und verschlammten Dorftümpeln zu finden. Wenn das Gewässer austrocknet, kann sich die Karausche im Schlamm vergraben und einige Tage überleben. Sie kann bis zu fünf Tage ohne Sauerstoff auskommen und gilt deshalb im Tierreich als Meister im Lufthanhalten...“

Quelle: VDSF, Verband Deutscher Sportfischer

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Carassius
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