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Begriffe & Namen*

Saisonfische
  • So werden Fische genannt, die nur eine Saison vom Beginn der Regenzeit bis
    zum Austrocknen ihrer Gewässer leben. Die bekanntesten Saisonfische sind
    Killifische (Eierlegende Zahnkarpfen), wie z.B. Fundulopanchax sjoestedti, der in
    Westafrika periodisch austrocknende Gewässer bewohnt. Die Tiere haben ihr
    Brutverhalten an diese Umstände angepasst und legen Dauereier, die die
    Trockenzeit überstehen, während sie selbst am Ende der Regenzeit verenden.
  • Schwimmblase
  • Die Schwimmblase ist ein Organ der Knochenfische. Eine mit Gas gefüllte Blase,
    die relativ hoch im Fischkörper liegt und es den Fischen ermöglicht im Wasser zu
    schweben. Sie wird aus einer Ausstülpung des Vorderdarms der Fische gebildet
    und stellt eine Weiterentwicklung der Fischlunge dar. Zur Füllung der
    Schwimmblase gibt es verschiedene Mechanismen: Bei den Physostomen (z.B.
    Lachs- oder Karpfenartigen) ist der embryonal angelegte Gang (Ductus
    pneumaticus) zwischen Darm und Schwimmblase auch im erwachsenen Zustand
    ausgebildet und die Luft gelangt durch Abschlucken über den Darm in die
    Schwimmblase. Bei den Physoclisten (z.B. Barsch- oder Stichlingsartigen) ist
    der Gang zwischen Darm und Schwimmblase zurückgebildet und der
    Gasaustausch erfolgt über Blutgefäße, die eng an die Schwimmblase
    anschließen. Einige Fischarten nutzen die Schwimmblase nicht nur als
    hydrostatisches Organ sondern auch - über innere oder äußere Muskeln - zur
    Lautbildung.
  • Sediment
  • Bezeichnung für Bodensatz (lat. sedimentum) und abgelagerte Teilchen, die sich
    zuvor in einer Flüssigkeit befunden haben.
  • Sozialverhalten
  • Mit dem Begriff Sozialverhalten wird das Verhalten von Fischen im Bezug auf das
    Zusammenleben mit den Artgenossen beschrieben. Jede Fischart in einem
    Aquarium sollte ihrer natürlichen Sozialstruktur entsprechend gehalten werden.
    Dabei sind folgende Unterscheidungen zu berücksichtigen:
  • Schwarm: Fische, die sich in einer größeren Gemeinschaft von mindestens
    zehn Artgenossen in ihrem Lebensraum bewegen.
  • Gruppe: Gesellige Fische, die mindestens fünf Artgenossen benötigen, um
    ihr arttypisches Verhalten zeigen zu können.
  • Harem: Pflege von einem Männchen und mehreren Weibchen.
  • Paar: Fische, die zeitweise in Paarbildung (ein Männchen, ein Weibchen)
    leben.
  • Einzelgänger: Arten, die bei üblichen Beckengrößen nur einzeln gehalten
    werden können.
  • Stabheizung
  • Eine Stabheizung ist eine kostengünstige Form von Heizung für Aquarien. Sie wird
    eingesetzt um die Beckentemperatur in einem für die Bewohner artgerechten
    Bereich zu halten. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Leistungsstufen (in
    Watt) - je nach Beckengröße. Die zumeist vergossenen und zylinderförmigen
    Glasröhren enthalten Heizdrähte, die elektronisch (mit Thermostat) oder über ein
    Bimetall geregelt werden. Beim Reglerheizer lässt sich die Temperatur präzise und
    einfach von Hand mit einem Stellring einstellen, so dass sich die Heizung
    selbstständig ausschaltet wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Eine
    Alternative dazu bildet die Bodenheizung, die am Glasboden angebracht wird und
    von unten wärmt. Der Vorteil dabei ist eine ständige Wasserdurchströmung des
    Bodengrundes, die einer eventuellen Fäulnis entgegenwirkt.
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  • stenök
  • Als stenök werden Fischarten bezeichnet, die im Bezug auf die
    Wasserzusammensetzung nur in engen Grenzen überlebensfähig sind.
    Meerwasserfische zum Beispiel gelten als stenök, da sie bezüglich bestimmter
    Umweltfaktoren nicht sehr anpassungsfähig sind und nur geringe Schwankungen
    tolerieren. Im Gegensatz dazu steht euryök (in einem weitem Spektrum von
    unterschiedlichen Biotopen lebensfähig).
  • Stickstoff
  • Ein farb- und geruchloses Gas mit dem chemischen Symbol N und der
    Ordnungszahl 7 im Periodensystem. Stickstoff (lat. Nitrogenium) gehört als
    Bestandteil der Proteine zu den lebenswichtigen Elementen. Eine große
    Bedeutung für die Funktion eines Aquariums haben die Stickstoffverbindungen
    Ammonium, Nitrit und Nitrat. Im Aquarium werden auf engstem Raum Pflanzen und
    Tiere gehalten. Durch deren Ausscheidungen, Pflanzen- und Futterreste kann es
    zu einem starken Anwachsen von Stickstoffverbindungen kommen. Diese
    Verbindungen haben in stärkeren Konzentrationen eine mehr oder weniger
    schädliche Wirkung auf die Organismen. Siehe auch Stickstoffkreislauf.
  • Substratlaicher
  • Als Substratlaicher werden Fischarten bezeichnet, die ihre Eier an ein Substrat
    heften. Die mit einem Haftmechanismus ausgestatteten Eier werden an einen
    festen Untergrund, einen Stein, Holz oder Pflanzenblätter gehängt oder geklebt.
  • Symbiose
  • Das Zusammenleben von Organismen unterschiedlicher Arten wird als Symbiose
    (griechisch Symbiosis) bezeichnet. Eine typische Symbiose ist z.B. das
    Zusammenleben von Clownfisch (Amphiprion ocellaris) und Seeanemone
    (Heteractis magnifica), welches für beide Arten (Partner) von Nutzen ist. Der
    Clownfisch hält die Anemone sauber, während die Seeanemone dem Fisch
    Schutz vor großen Raubfischen bietet.
  • Sympatrie
  • Sympatrie ist eine Form der geographischen Verbreitung, bei der sich das
    Verbreitungsareal überschneidet. Tier- oder Pflanzenarten, die im gleichen
    geographischen Bereich vorkommen leben sympatrisch. Im Gegensatz dazu steht
    die Allopatrie.
  • Synonym
  • Wird eine Art mit verschiedenen wissenschaftlichen Namen beschrieben, so
    werden diesen Namen als Synonyme bezeichnet. Nach den Regeln der
    Zoologischen Nomenklatur ist aber nur einer der synonymen Namen - meist der
    ältere - gültig.

  • * Im Aquarium-Guide Lexikon finden Sie eine Auswahl von Begriffen und Namen, die allesamt mit der Aquaristik zu tun haben.
      Allerdings werden hier keine Fisch- und Pflanzenarten vorgestellt, sondern ausschließlich Fachbegriffe.


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